Social Media Recruiting –
die Generation Y gezielt
ansprechen


Karriere – Ratgeber


Immer wieder wird in den Medien von der so genannten „Generation Y“ gesprochen. Dabei handelt es sich um die jetzt in den Beruf einsteigende Generation, welche ganz andere Präferenzen hat, als das bisher der Fall war. Daraus folgt, dass sich das Recruiting auf neue Bedürfnisse einstellen muss.

Wie reagiert das Recruiting auf diese Veränderungen?

Es gibt Recruiter, die nach wie vor an traditionellen Rekrutierungsmöglichkeiten festhalten. Solche sind zum Beispiel klassische Stellenanzeigen in Print – oder Onlinemedien, unternehmenseigene Karrierebörsen oder auch der Auftritt auf Messen.

Auf der anderen Seite gibt es auch Personaler, welche innovative Wege gehen wollen und zum Teil auch müssen. Das ist vor Allem abhängig von Branche und Berufsbild. Eine Marketingagentur wird eher weniger Probleme haben, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Mittelständische Unternehmen im Hochbau hingegen haben gerade im Ingenieurwesen meist eine Personallücke, weil hochqualifizierte Ingenieure erstens Mangelware sind und zweitens dann meist bei den großen Konzernen mit schillernder Arbeitgebermarke arbeiten.

Um sich von den Konkurrenten abzugrenzen, greifen Personaler in solchen Unternehmen zu neuen Recruitingkanälen. Hier kommt das Social Media Recruiting ins Spiel. Wie der Name schon sagt, beschäftigt sich das Social Media Recruiting mit Social Networks als neuen Recruitingkanal.

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Welche Social Networks kommen in Frage?

Hier ist strategisch zunächst festzulegen, welche Zielgruppe angesprochen werden soll. Das Alter ist dabei entscheidend, denn die Nutzer von Snapchat sind im Durchschnitt beispielsweise deutlich jünger als die Durchschnittsnutzer von Xing. Prinzipiell kommen alle Sozialen Netzwerke in Frage, so zum Beispiel Facebook, Xing, LinkedIn, Snapchat, Twitter, Instagram und in gewisser Weise auch Youtube. (obwohl das kein „soziales Netzwerk“ im engeren Sinne ist, aber dennoch interaktive Elemente hat)

Welche Vorteile kann die Rekrutierung über soziale Netzwerke haben?

+ die Authentizität des Unternehmens wird nachhaltig gestärkt. Beteiligung an für die meisten Menschen privaten Umgebungen erhöht die Glaubwürdigkeit und auch den persönlichen Bezug zum Unternehmen. Die potenziellen Bewerber nehmen das Unternehmen auf einer ganz anderen Ebene wahr.
+ es beweist sich immer öfter, dass potenzielle kommunikative Mitarbeiter auch stark in sozialen Netzwerken interagieren. Und das macht auch Sinn, denn Menschen; welche gerne mit anderen kommunizieren, beteiligen sich nicht nur an Kommunikationsplattformen, sie suchen auch selbstständig nach diesen.
+ die eingehenden Bewerbungen können aktiv qualitativ verbessert werden.
+ die Personalabteilung wird durch die Auslagerung des Recruitingprozesses entlastet.
+ es werden Zielgruppen angesprochen, welche über klassische Rekrutierungskanäle nicht mehr erreicht werden, weil sie diese nicht wahrnehmen.

Was ist beim Social Media Recruiting zu beachten?

  • Zielgruppenbezug: je nach gewähltem Medium ist die Zielgruppe zu fokussieren. Bei Xing zum Beispiel ist eine eher seriöse Kommunikation angemessen, bei Snapchat sollte zu einer jugendlichen Ausdrucksweise gegriffen werden.
  • Vereinfachung der Interaktion: Beim Posten einer Stellenanzeige zum Beispiel sollte darauf geachtet werden, dass eine Interaktion oder sogar eine Bewerbung leicht möglich ist, sodass das Zielpublikum problemlos mit den Personalern kommunizieren kann.
  • Interaktion mit Kandidaten: wenn Nachrichten, Beiträge etc. aus dem Zielpublikum kommen, unbedingt auf diese eingehen

 

Karriere – Guru: Social Media Recruiting ist eine innovative Form der Rekrutierung von hochqualifizierten Kandidaten über soziale Netzwerke und gewinnt immer mehr an Bedeutung.