4 Probleme, die Unternehmen
bei der Besetzung von Nachwuchs haben.


Karriere – Ratgeber


shutterstock_280658234_marekuliaszVor Allem kleine und mittelständische Unternehmen haben zunehmend Probleme damit, ihren Personalbedarf zu decken. Das ist hauptsächlich im Bereich der Nachwuchskräfte, also Absolventen & Young Professionals der Fall. Das hat unterschiedliche Gründe, welche wir basierend auf unserer alltäglichen Expertise zusammengestellt haben.

 

 

1. Wettbewerb der Arbeitgeber

Der Arbeitsmarkt hat sich verändert – und tut das auch weiterhin. So entsteht die Situation, dass die Arbeitgeber in bestimmten Bereichen um Bewerber konkurrieren müssen. So entstand das so genannte „Employer Branding“, eine Disziplin, welche das Ziel hat, die Arbeitgeberattraktivität zu steigern. Viele große Konzerne haben jedoch sowohl finanziell auch auch medial ganz andere Möglichkeiten, sich als Arbeitgeber darzustellen.  So bleiben kleine und mittelständische Unternehmen oft auf der Strecke, weil sie sich schlichtweg nicht leisten können; eine ganze Employer Branding Abteilung zu gründen.

2. steigende Geschäftsanforderungen

In Zeiten der Digitalisierung und des Internet of Things stehen immer mehr Unternehmen vor neuen Herausforderungen. Damit geht auch einher , dass neue Kompetenzen notwendig sind; um diese Herausforderungen zu meistern. So entstehen zum Beispiel Kompetenzprofile wie „Data Scientist“ – diese Profile sind aber sehr neu und daher fehlen an dieser Stelle schlichtweg die Kandidaten.

3. Traditionelle Recruitingkanäle verlieren an Bedeutung

Viele Kandidaten werden über klassische Stellenbörsen nicht mehr erreicht. Daher ist es notwendig, qualifizierte Nachwuchskräfte gezielter, also über moderne Kanäle anzusprechen. Diese Kanäle sind beispielsweise soziale Netzwerke wie Xing & Facebook, aber auch eine direkte, persönliche oder telefonische Ansprache macht hier Sinn. Es entsteht zunehmend der Eindruck, dass über die herkömmlichen Wege wie zum Beispiel Online oder sogar Print Stellenbörsen die Zielgruppe kaum erreicht wird.

4. Veränderte Erwartungshaltung von Bewerbern

Die generelle Erwartungshaltung von Nachwuchskräften an einen zukünftigen Job ist eine ganz andere als vor 50 Jahren. Zwar spielt die Vergütung nach wie vor eine Rolle, jedoch wollen die meisten Nachwuchskräfte einen Job, der ihnen Spaß macht und ihr Leben glücklicher macht. Das macht es den Unternehmen extrem schwer, auf die Bewerber einzugehen. Einerseits ist das bei der Vielzahl an Individuen gar nicht möglich und andererseits haben Unternehmen meist eine fest verankerte Unternehmenskultur, welche nur durch einen langwierigen Prozess nachhaltig verändert werden kann.

Karriere – Guru: Bewerbungsprozesse fallen nicht nur Bewerbern schwer, sondern auch Unternehmen. Es wird für sie zunehmend schwerer werden, qualifizierte Nachwuchskräfte für sich zu gewinnen und somit ihren Unternehmenserfolg langfristig zu sichern.