Warum Traineeprogramme für das Recruiting unerlässlich sind

Mittelständische Unternehmen in Deutschland haben vermehrt mit dem demografischen Wandel, dem Fachkräftemangel und der Mitarbeiterbindung zu kämpfen. Das zeigen die Ergebnisberichte der „HR-Trendstudie 2015“ der Unternehmensberatung Kienbaum sowie der Studie „Recruiting Trends im Mittelstand“ des Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universität Bamberg. Die Attrahierung von hochqualifizierten Mitarbeitern werde immer schwieriger und erfordere gezielte Maßnahmen, welche etwa die Arbeitgeberattraktivität steigern oder die Recruiting-Prozesse und -Instrumente optimieren sollen. Dass dies auch immer mehr in das Bewusstsein der Unternehmen rückt, belegen die Ergebnisse der Kienbaum-Studie: Um die eigene Attraktivität auch nach innen zu verstärken, setzen viele Unternehmen auf Employer-Branding-Strategien, eigene Ausbildung und die Erhöhung des Budgets für das Personalmarketing. Gerade die eigene Ausbildung nimmt dabei eine große Rolle ein. Nach den Erfahrungen von capitalheads bieten hier vor allem Traineeprogramme eine sinnvolle und erfolgsversprechende Methode, um die eigene Unternehmensattraktivität zu steigern und junge Hochschulabsolventen für sich zu gewinnen. Doch auch im Hinblick auf den demografischen Wandel und die Mitarbeiterbindung ergeben sich einige Vorteile. Bevor auf die Chancen von Traineeprogrammen eingegangen werden soll, wird ein kurzer Blick auf die Erwartungen der Studienteilnehmer und die Herausforderungen in der Personalbeschaffung geworfen.

Erwartungen an die Zukunft

In beiden Studien wird deutlich, dass das Klima im Mittelstand äußerst zuversichtlich ist. Im Hinblick auf den Umsatz und die Beschäftigungsentwicklung blickt der Großteil der befragten Firmen optimistisch in die Zukunft. So gehen in der Kienbaum-Studie 83% der Teilnehmer davon aus, dass der Umsatz gleichbleiben oder sogar weiter steigen wird. In Bezug auf die Personalentwicklung liefert die Bamberg-Studie die Erkenntnis, dass 43% der Befragten davon ausgehen, am Ende des Jahres mehr Mitarbeiter zu beschäftigen als zu Jahresbeginn. Gleichzeitig ist man sich jedoch bewusst, dass die Personalgewinnung mit einigen Schwierigkeiten verbunden ist. „Die Unternehmen gehen davon aus, dass 38,1 Prozent ihrer für das Jahr 2015 prognostizierten Vakanzen nur schwer und 6,3 Prozent aufgrund eines Mangels an geeigneten Kandidaten nicht besetzbar sein werden.“ (Recruiting Trends im Mittelstand 2015: 24) Hier wird bereits eine der Herausforderungen im Recruiting angesprochen: Der Fachkräftemangel.

Fachkräftemangel & Arbeitgeberattraktivität

Der Fachkräftemangel ist nach beiden Studien eine besondere Herausforderung für mittelständische Unternehmen. Gut 60% der Teilnehmer der Kienbaum-Studie gaben an, dass die Gewinnung von Hochschulabsolventen besondere Schwierigkeiten verursacht. Zudem habe die „Anzahl der Bewerbungen, aber auch die Akzeptanzquote bei Vertragsangeboten abgenommen“ (HR-Trendstudie 2015: 3). Daher ist es besonders wichtig, sich im „War for Talents“ gut zu positionieren. Nur wer sich mit besonderen Angeboten von der Konkurrenz abhebt, kann beispielsweise die Angehörigen der Generation Y von sich überzeugen. Laut „Recruiting Trends im Mittelstand 2015“ geben sich die Unternehmen für das Recruiting von jungen Talenten zurzeit lediglich die Note „befriedigend“. Was kann also getan werden? Ein Großteil der mittelständischen Unternehmen ist sich bewusst, dass die Arbeitgeberattraktivität weiter gesteigert werden muss. Mittel dazu sind laut dem Ergebnisbericht der HR-Trendstudie 2015 unter anderem die Erhöhung des Budgets für das Personalmarketing, verbesserte Strategien für das Employer-Branding und die eigene Ausbildung. Fakt ist also: Der Fachkräftemangel fordert dringend eine Steigerung der Arbeitgeberattraktivität. Damit ließe sich auch die Mitarbeiterbindung verbessern, die laut „Recruiting Trends im Mittelstand 2015“ als größtes innerbetriebliches Problem der Mittelständler angesehen wird.

Demografischer Wandel

Doch nicht nur der Fachkräftemangel, sondern auch der demografische Wandel macht vor allem den mittelständischen Unternehmen zu schaffen. Zwar handelt es sich dabei ­– genau wie beim Fachkräftemangel – um einen Trend, der nicht direkt beeinflussbar ist, umso wichtiger ist allerdings eine Strategie, um ihm angemessen zu begegnen. Hier wird neben dem Gesundheitsmanagement vermehrt auf Nachfolge- sowie Karriereplanung gesetzt. Natürlich werden die letzten beiden Punkte durch den oben beschriebenen Fachkräftemangel erschwert. Allerdings haben viele mittelständische Firmen ihr Potenzial bei der Steigerung der Arbeitgeberattraktivität noch nicht vollständig ausgeschöpft. Capitalheads ist der Meinung, dass Traineeprogramme eine sinnvolle und nachhaltige Lösungsmöglichkeit darstellen können. Was sich dahinter genau verbirgt und warum sie hilfreich sein können, klären die nächsten Abschnitte.

Traineeprogramme in mehrfacher Hinsicht sinnvoll

Bei der Ergebnisbetrachtung fällt auf, dass eine konkrete Maßnahme zur Unterstützung der Personalgewinnung nicht direkt genannt wird: Das Traineeprogramm. Unternehmen, die ein solches Programm anbieten, könnten dabei gleich mehrere der genannten Herausforderungen angehen. In wie fern beispielsweise die Unternehmensattraktivität gesteigert werden kann, ergibt sich aus der Struktur eines Traineeprogramms. Ziel ist es, jungen Hochschulabsolventen den Übergang vom theoretisch ausgerichteten Studium in die berufliche Praxis zu erleichtern, indem gezielt in die Prozesse und Strukturen des Berufsalltags eingeführt wird. So kann das Risiko für Absolventen minimiert werden, an den möglicherweise unterschätzten Erwartungen des neuen Arbeitsgebers zu scheitern. Auf diese Weise wird dem Nachwuchs eine gewisse Sicherheit geboten – ein Vorteil gegenüber anderen Unternehmen, die einen solchen begleiteten Berufseinstieg nicht anbieten.

In diesem Sinne kann ebenfalls den Herausforderungen des demografischen Wandels entgegengewirkt werden. Die Karriere- und Nachfolgeplanung, die – wie erwähnt – in den vergangenen Jahren als entsprechende Maßnahmen herangezogen wurden, können hervorragend mit einem Traineeprogramm gefördert werden. Durch die systematische Integration junger Nachwuchskräfte lassen sich diese bereits früh auf die Übernahme von verantwortungsvollen Positionen vorbereiten. Vakante Stellen auf der Führungsebene können so durch die Entwicklung eigener Talente besetzt werden.

Auch für die Mitarbeiterbindung ergeben sich Vorteile durch Traineeprogramme. Da jeder Trainee explizit auf die unternehmensspezifischen Anforderungen vorbereitet und dahingehend speziell qualifiziert wird, lassen sich junge Potentialträger in zweierlei Hinsicht an das Unternehmen binden: Zum einen auf der fachlichen Ebene, indem sie durch die unternehmensspezifische Ausbildung detailliert in ihre Position eingearbeitet werden, zum anderen aber auch auf der persönlichen Ebene, da sie sich von Anfang an integriert fühlen. Das dort vermittelte Verständnis von Unternehmenszusammenhängen fördert zudem die Identifikation der Nachwuchskräfte mit dem Unternehmen und steigert gleichzeitig die Leistungsbereitschaft und Motivation.

Traineeprogramme entwickeln

Gerade mittelständische Unternehmen haben oft noch keine Erfahrung mit dem Thema „Traineeprogramm“ gemacht. Der Aufwand einer eigenständigen Entwicklung eines solchen Programms kann daher trotz der genannten Vorteile abschreckend sein. Auch wenn die einzelnen Phasen einem vorgefertigten Muster folgen, so ist es stets notwendig, die Entwicklungsmaßnahmen an das jeweilige Unternehmen anzupassen. Auslandsaufenthalte können z.B. nur eingeplant werden, wenn es entsprechende Firmenstandorte in anderen Ländern gibt. Mit der Unterstützung eines kompetenten Partners wie capitalheads könne aber auch auf diesem Gebiet unerfahrene Firmen ein starkes und erfolgsversprechendes Traineeprogramm anbieten. Capitalheads weiß ganz genau, auf welche Aspekte es ankommt und was sich junge Talente wünschen. Durch die intensive Auseinandersetzung mit den individuellen Gegebenheiten wird ein unternehmensspezifisches Traineeprogramm entwickelt, welches durch Feedbackgespräche von Anfang bis zum Ende begleitet wird. So kann ein Traineeprogramm von Capitalheads zur effektiven Waffe im „War for Talents“ werden. Jetzt informieren.

Quellen: